Mein FSJ in der Schulbegleitung

21. Mai 2019    Allgemein, Interview    Kommentieren

„Mein Weg zum FSJ war etwas anders als in den meisten Fällen, durch eine kurzfristige Absage meines dualen Studienpartners, hatte ich letztendlich die Möglichkeit, im Oktober 2018, in die Einzelbetreuung zu schnuppern.

Zu Beginn hatte ich echt Angst, weil ich mir kaum etwas vorstellen konnte und mir nicht zugetraut habe ein Kind mit Behinderung zu betreuen, zudem kam dazu das sie 16 Jahre alt war und somit die Pubertät auch eine Rolle für uns spielen wird. Mein Betreuungskind hat Trisomie 21, auch bekannt unter dem Begriff Down-Syndrom, durch ihre geistige Behinderung hat sie einen Förderbedarf. Sie besuchte die Abschlussklasse einer Realschule, und ich war somit ihre letze FSJ. Meine Aufgabe bestand darin, bestimmte Themen mit ihr zu wiederholen, damit sie diese besser verinnerlichen kann. Mit meiner ungeduldigen Art dachte ich, werde ich es nicht schaffen, aber umso mehr wollte ich es probieren. Es war eine große Herausforderung für mich, aber zumindest kann ich jetzt sagen das ich mich tapfer geschlagen habe.

Mir ist es nun möglich viel Geduld aufzubringen und ich habe gelernt, dass die Fortschritte die man bei seinem Betreuungskind beobachten kann, einen echt stolz machen. Es muss einem bewusst sein wieviel Verantwortung die Aufgaben eines Betreuers mit sich bringen, bevor man sich für diesen Weg entscheidet.

Meine Arbeitszeiten haben sich nach dem Stundenplan meines Betreuungskindes gerichtet. Das heißt um 7:45 war Arbeitsbeginn. Wir haben uns in der Schule getroffen und haben dann mit der Klasse am Unterricht teilgenommen der einzige Unterschied waren die Arbeitsblätter, die wir bearbeitet haben. Der Sonderpädagoge und ich haben uns am Anfang jeden Monats abgesprochen und einen Förderplan entworfen, den wir dann parallel abgearbeitet haben.

Ich stand meinem Betreuungskind bei Problemen zu Verfügung, doch das meiste konnte sie selbst. Unser größtes Problem war jedoch die fehlende Motivation und die Pubertät, aber das ist nunmal so in dem Alter.

Als Feedback kann ich sagen, das ich mich in diesen acht Monaten sehr weiterentwickelt habe ,reifer und viel geduldiger geworden bin. Falls ihr euch überlegt ein FSJ im Bereich der Einzelbetreuung zu machen, könnt ihr euch auf der Website des DRK‘s informieren. Ihr könnt auch einfach auf die Mitarbeiter des DRK‘s zugehen, sie sind alle sehr hilfsbereit und stehen einem bei Fragen immer zur Seite.

Es gibt verschiedene Stellen im Odenwald und an der Bergstraße für ein FSJ in der Schulbegleitung.

Die Betreuungskinder sind sehr dankbar und warten auf ihre zukünftigen Betreuer.

Also bewerbt euch !“

[Bericht S.B.]

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