FSJ an einer Haupt- und Realschule – Lucas berichtet von seinem FSJ an der Martin-Buber-Schule in Heppenheim

17. April 2019    Allgemein, Interview    Kommentieren

Bevor ich als FSJler an der Martin-Buber-(Real-)Schule, kurz MBS, anfing, musste ich dort erst einmal vorstellig werden. Ich wurde dort herzlich begrüßt und jegliche Fragen die mir zum Thema FSJ bis dahin durch den Kopf gingen, wurden mir zum einen von Schulleiterin Frau Röhrig während des Vorstellungsgespräch und später im Gespräch mit den FSJlern des Vorjahres beantwortet. Eine weiterer positiver Punkt ist, dass die Zusammenarbeit von MBS und DRK super funktioniert hat, sodass ich wenig später zum ersten Infoseminar des DRK eingeladen wurde. Dort wurde ich anschließend über weitere Details des FSJs aufgeklärt und konnte meine Bewerbung vollends abschließen. Ich war somit offiziell FSJler der MBS Heppenheim.

Neben der Arbeit an der Schule selbst, finden für alle FSJler Seminare statt, welche weiteres pädagogisches Wissen vermittelt, welches man schließlich im FSJ-Alltag anwenden kann. Hierzu werden die FSJler aus einem bestimmten Bereich (bei mir z.B. Schule) in Gruppen von circa 25 Leuten aufgeteilt und von zwei Teamern betreut, welche das Wissen vermitteln sollen. Anfangs, muss ich offen zugeben, hatte ich absolut keine Lust, doch bereits nach dem ersten Seminartag musste ich feststellen, dass es halb so schlimm ist. Der zuanfangs geglaubte, stundenlanger Theorie durchkauender Seminarunterricht, entpuppte sich doch eher als offene Runde, in der viel interaktiv gearbeitet wird und man am Ende sagen kann man hat etwas geleistet und dazugelernt.

Martin-Buber-Schule Heppenheim

Mein erster Tag, beziehungsweise Vormittag, an der MBS Heppenheim war die erste Konferenz für den Verlauf des Schuljahres. Ich war etwas nervös, da ich noch Niemanden kannte und auch gespannt war wer denn noch Teil des diesjährigen FSJ-Teams sei. Im Konferenzraum selbst ging dann alles sehr schnell. Kollegen/innen stellten sich mir vor, die anderen vier FSJler ebenfalls und uns wurde dann auch gleich unsere Ansprechpartner im Kollegium vorgestellt, an welche wir uns bei Fragen und Problemen wenden können. Die Komunikation mit den Kollegen und der Schulleitung war gleich von Anfang an einfach und unkompliziert und vorallem immer sehr nett, höflich und sympathisch. Uns wurde bei Problemen oder Fragen immer sofort geholfen und das nicht nur von den Ansprechpartner, sondern von allen aus dem Kollegium. 

An meinem ersten Schultag als FSJ-Kraft, wurden wir erstmal mit der Schule vertraut gemacht. Wir wurden von unserer Ansprechpartnerin Frau Steiner herumgeführt und anschließend sollten wir uns in den Ganztagsklassen 5&6 als neues FSJ-Team vorstellen, da wir dort den Hauptteil unserer Arbeit leisten. Anschließend wurde jedem von uns eine Klasse zugeteilt, welche wir das kommende Schuljahr betreuen sollen. Ich wurde der Klasse 6a zugeteilt, doch war ich nicht der einzige FSJler in der Klasse, da dort schon ein weiterer FSJ-Kollege zur Schulbegleitung eines benachteiligten Kindes war. Der Umstand, dass wir zu zweit in der Klasse waren, war gewinnbringend für alle in der Klasse, denn so konnten wir uns gegenseitig unterstützen und den Kindern stand eine weiterer Ansprechpartner zu Verfügung.

Als FSJ-Kraft an einer Schule hat man verschiedenste Aufgabenbereiche. Sei es als Hilfestellung in der Klasse bei Problemen mit Aufgaben, als Ansprechperson bei persönlichen Problemen oder Konflikten innerhalb der Klasse, als Unterstützung der Lehrkraft in verschiedensten Dingen, sowie die Betreuung der Klasse während der Mittagspause und dem Mittagessen. Außerdem war die Stimmung innerhalb des FSJ-Teams hervorragend und man ist mit der Zeit ein immer eingespielteres Team geworden, was den Arbeitsalltag ungemein erleichtert und so das FSJ durchweg positiv gestaltet. Auch im Klassenverband wurde es mit den Kindern immer besser. Anfangs ist das Ganze noch etwas gewöhnungsbedürftig, für beide Seiten. Doch mit der Zeit lernt man sich besser kennen, was sich im Arbeitsalltag bedeutend bemerkbar macht. Bei einem guten Klassenklima macht das FSj deutlich mehr Spaß und man fühlt sich einfach wohler, sodass ich sagen kann, dass ich gerne an diese Schule gehe, um den Schülern weiterhelfen und sie so zu unterstützen. Für mich war es vorallem die Abwechslung während des Jahres, die so viel Spaß gemacht hat und welche dieses Jahr auch besonders schnell umgingen ließ.

Besonders jenen, welche noch nicht genau wissen was sie nach dem Schulabschluss machen soll, kann ich ein FSJ nur ans Herz legen. Es bietet die Chance auf ein weiteres Jahr Bedenkzeit, sowie die Weiterentwicklung von einem selbst und durch die verschiedenstens Einsatzmöglichkeiten, findet sich dort bestimmt etwas Passendes. So hat mir das Jahr Auszeit von Schule/Uni/Arbeit geholfen mich in meinem künftigen Berufsweg zurechtzufinden. Auch konnte ich mich über das Jahr hinweg als Person weiterentwickeln, da man aus all den Schultagen, sowie auch Seminartagen immer etwas für sich mitnimmt und man immer dazulernen kann, ob es nun normaler Alllltag war oder die Erarbeitung eines Projekts, es hat einfach eine Menge Spaß gemacht.

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