Interview mit Markus Duckheim (FSJ, Rettungsdienst)

13. Februar 2013    Interview    Kommentieren

Weshalb hast Du ein FSJ begonnen? Was war Deine Motivation?

Ich wollte nach der Schule erst mal was anderes machen, da ich keine Lust hatte gleich zu studieren. Außerdem wollte ich neue Erfahrungen sammeln.

Wie bist Du auf das DRK gestoßen?

Aufmerksam wurde ich durch einen Flyer in meiner Schule (Goethe Gymnasium). Außerdem informierten mich drei Bekannte bei der Feuerwehr über das DRK. Dann habe ich mich schließlich auf der Internetseite informiert.

Weshalb hast Du Dich für ein FSJ im Rettungsdienst entschieden?

Ich bin/war schon in der freiwilligen Feuerwehr und möchte später einmal zur Berufsfeuerwehr. Weil mir bereits bekannt war, dass viele große Berufsfeuerwehren auch im Rettungsdienst tätig sind, wollte ich mich in diesem Bereich auch mal „umschauen“ und Erfahrungen sammeln.

Was sind Deine Aufgaben im Rettungsdienst?

Zu meinen Aufgaben gehört in erster Linie das Fahren. Desweiteren helfe ich dem Rettungsassistenten und gehe ihm bei der Versorgung von Patienten zur Hand. Zudem trage bzw. bringe ich die Patienten ins Auto und muss nach Einsätzen das Auto checken und dessen Einsatzbereitschaft wiederherstellen.

Hannelore Korduan (l.) und Markus Duckheim

Schildere einen typischen Tagesablauf!

Bei einem typischen Tagesablauf wird zunächst das Auto gecheckt und gereinigt. Dann wird auf Einsätze „gewartet“, bis schließlich Krankentransporte von A nach B erfolgen. Dazu gehören evtl. auch Notfälle. In der Wartezeit wird die Wache aufgeräumt und gereinigt. Am Abend findet die Fahrzeugübergabe an die nachfolgende Fahrzeugbesatzung statt.

Was war Dein schwierigstes Erlebnis im Rettungsdienst?

Ich denke, ob man ein Erlebnis als schwierig einstuft oder nicht, kommt auf jeden persönlich an. In meiner Zeit als FSJ Kraft gab es keinen Einsatz, der mich danach noch beschäftigt hat bzw. mir den Schlaf „geraubt“ hat. Anspruchsvolle Einsätze gab es viele, aber das waren dann keine schwierigen Erlebnisse in diesem Sinne.

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Zu meinem schönsten Erlebnis gehörte allgemein das Arbeiten mit den Kollegen.

Was hat mir der Einsatz als FSJ-Helfer gebracht?

In erster Linie natürlich die Rettungssanitäter Ausbildung und der C1 Führerschein. Zudem viele Einblicke und neue Erfahrungen in den Rettungsdienst. Man lernt Abläufe und Strukturen im Rettungsdienst kennen und macht außerdem Bekanntschaft mit netten Kollegen. Desweiteren bekommt man eine Ortskenntnis vom Kreis.

Welche Pläne habe ich nach dem FSJ?

Im Wintersemester 2010 möchte ich ein technisches Studium beginnen und evtl. als Aushilfe im Rettungsdienst weiterarbeiten. Nach meinem Studium habe ich geplant zur Berufsfeuerwehr zu gehen.

Was würdest du anderen Jugendlichen raten, die gerne ein FSJ im Rettungsdienst machen würden?

Folgende Eigenschaften sollte man erfüllen:

Man sollte Teamfähigkeit zeigen und gegenüber anderen Menschen sehr aufgeschlossen sein und zudem keine Berührungsängste haben. Man sollte ehrlich sein und in gewissen Situationen mit stress gut umgehen können.

Voraussetzungen für den Rettungsdienst:

Neben den oben genannten Punkten benötigt man mindestens einen Hauptschulabschluss und muss die Ausbildung zum Rettungshelfer bestehen. Zudem muss man 19 Jahre alt sein, bzw. ein Jahr Fahrpraxis haben.

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