Interview mit Christiane Trautmann (FSJ, Pflege)

11. März 2014    Interview    Kommentieren

Weshalb hast Du ein FSJ begonnen? Was war Deine Motivation?

Ich habe ein FSJ begonnen um nach der Schule einen Einblick in das Arbeitsleben zu bekommen. Zudem habe ich das FSJ als soziales Engagement gesehen und als Überbrückungszeit zwischen Schule und Studium nutzen wollen.

Wie bist Du auf das DRK gestoßen?

Freunde, die ein FSJ beim DRK absolvierten machten mich auf das DRK aufmerksam.

Weshalb hast Du Dich für ein FSJ in der Pflege entschieden?

Ich habe mich für ein FSJ in der Pflege entschieden, weil ich Menschen helfen möchte, die alleine und ohne fremde Hilfe, nicht mehr zu recht kommen. Ich möchte ja schließlich bei Bedarf auch nicht auf mich alleine gestellt sein.

Was sind Deine Aufgaben in der Einsatzstelle?

Für Bedürftige einkaufen, putzen und waschen, dies gehört zu meinen Aufgaben in der Einsatzstelle. Auch Patienten waschen, sie zu Ärzten fahren und Kinder betreuen war Teil meiner Aufgabe.

VOCK

Was war das schwierigste Erlebnis in der Pflege?

Zu Beginn hatte ich sehr große Probleme beim Waschen der Patienten, da man in die intimste Privatsphäre der Menschen eintritt. Wenn sich aber beide Parteien besser kennenlernen verschwindet dieses Problem.

Was war das schönste Erlebnis?

Das schönste Erlebnis war, einen sehr großen Teil dazu beigetragen zu haben, wenn sich der Patient erholt und es ihm durch meine Hilfe besser geht. Auch die Dankbarkeit der Angehörigen und der Patienten selbst war schön mit anzusehen.

Was hat dir der Einsatz als FSJ-ler gebracht?

Vor allem hat mir der Einsatz eins gebracht: und zwar große Dankbarkeit, dass es einem selbst gut geht und man nicht auf fremde Hilfe angewiesen ist. Des Weiteren auch Verständnis für Menschen die nicht so sind wie andere, die also quasi nicht „normal“ sind.

Welche Pläne hast du nach dem FSJ?

Nach dem FSJ möchte ich eine Ausbildung machen. Allerdings nicht als Pflegekraft, weil ich nun selbst mitbekommen habe, dass der Beruf sehr stressig und anstrengend ist. Außerdem wird man für die Arbeit, die man leistet nicht genügend bezahlt. Man hat sehr wenig Zeit für sich selbst, da es unregelmäßige Arbeitszeiten gibt. Dazu kommt noch, dass einem das Leid der Patienten sehr nahe gehen kann.

Was würdest du anderen raten, die sich für ein FSJ in der Pflege entscheiden?

Man sollte sich zu Beginn des FSJ gut überlegen, ob man dieser Herausforderung gewachsen ist und man mit dem Beruf klar kommen wird (z.B. mit dem Waschen der Patienten). Vor allem aber sollte man sich Zeit für sich selbst nehmen und nicht alles machen, was einem gesagt wird. Wenn es zu viel wird, soll man lernen „nein!“ sagen zu lernen.

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