Interview mit Anja Palme (FSJ, Pflege)

13. Februar 2013    Interview    Kommentieren

Weshalb hast Du ein FSJ begonnen? Was war Deine Motivation?

In erster Linie habe ich ein FSJ begonnen, weil ich dieses als Überbrückung bis zur Altenpflegeausbildung nutzen wollte. Desweiteren wollte ich mehr praktische Erfahrungen im Bereich der Altenpflege sammeln. Zuvor war ich in der Krankenpflege tätig (Ausbildung). Altenpflege gefällt mir jedoch besser, weil der Kontakt mit den Menschen enger ist.

Wie bist Du auf das DRK gestoßen?

Ich habe bei der Agentur für Arbeit angerufen und gefragt, ob es möglich ist, ab April ein FSJ zu machen. Ein anderes DRK gab mir Informationen und riet mir, mich in Heppenheim zu bewerben.

Weshalb hast Du Dich für ein FSJ in der Pflege entschieden?

Ich habe mich für ein FSJ in der Pflege entschieden, weil ich mich schon für längere Zeit für den Bereich der Pflege interessiert habe und dieser mein Wunschberuf ist. Besonders der Umgang mit Menschen macht mir Freude.

Was sind Deine Aufgaben in der Einsatzstelle?

Zum Frühdienst gehört das Waschen, Betten machen, duschen, Pflegewägen auffüllen und desinfizieren, Essen austeilen und evtl. auch reichen. Man muss das dreckige Geschirr abräumen und Tische eindecken. Nach dem Mittagessen sollte man die Bewohner für ihren Mittagsschlaf ins Bett bringen.
Der Spätdienst beinhaltet Kaffee kochen, Kuchen austeilen und reichen, die Bewohner für das Abendessen an den Tisch setzen und sie anschließend ins Bett bringen. Zuletzt die Pflegewägen auffüllen und desinfizieren.

PALME

Schildere einen typischen Tagesablauf?

Siehe Frage Nummer 4.

Was war Dein schwierigstes Erlebnis im Altenheim?

Ich sehe jeden Tag, dass die Bewohner krank sind und an Demenz leiden. Es ist ein bisschen schwierig für mich, mit der Demenz und dem Tod umzugehen. Allerdings haben wir im Seminar gelernt, besser damit umzugehen und ich weiß nun, wie man sich am besten verhalten kann.

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Mein schönstes Erlebnis war, dass ich während meiner Zeit im FSJ eine gute Beziehung zu einem Bewohner aufgebaut habe. Er redet auch mit mir, wenn ihn etwas stört oder er Probleme hat. Ein schönes Gefühl war es auch, zu sehen, dass sich die Bewohner freuen, wenn man deren Zimmer betritt.

Was hat Dir der Einsatz als FSJ-Helfer gebracht?

Während meiner Zeit als FSJ-Helfer konnte ich einiges vom Personal lernen. Bis zu dem Beginn meiner Ausbildung kennt man die Stärken und Schwächen beim Arbeiten und hat zudem Zeit, sich zu verbessern und die Chance dazu herauszufinden, ob der Beruf der Richtige für mich ist.

Welche Pläne hast Du nach dem FSJ?

Nach dem FSJ mache ich eine Ausbildung zur Altenpflegerin.

Was würdest du anderen Jugendlichen raten, die gerne ein FSJ in der Pflege machen würden?

Ich würde den Jugendlichen raten, dass sie sich Zeit lassen müssen, um alles erlernen zu können und auch Kritik vom Personal annehmen können.Zudem sind der Kontakt mit den Menschen und die Teamfähigkeit das Wichtigste in der Pflege.

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