Interview mit Andreas Degenhardt (FSJ, Behindertenhilfe)

13. März 2014    Interview    Kommentieren

Weshalb hast Du ein FSJ begonnen? Was war Deine Motivation?

Ich habe es begonnen, um ein Jahr Leerlauf im Lebenslauf zu vermeiden und auch andere Felder im sozialen Bereich kennenzulernen.

Wie bist Du auf das DRK gestoßen?

Damals in der 10. Klasse der Realschule. Zwei FSJ’ler hielten einen Vortrag.

Weshalb hast Du Dich für ein FSJ in der Behindertenhilfe entschieden?

Das Arbeitsfeld in der Behindertenhilfe ist abwechslungsreich und bringt für jeden Tag eine neue Überraschung. Dadurch wird einem nicht langweilig, was ich persönlich sehr bevorzuge.

Was sind Deine Aufgaben in der Einsatzstelle?

Zu meinen Aufgaben gehört es in erster Linie junge und alte Menschen zu betreuen. Desweiteren deren Freizeit planen und durchzuführen. Außerdem helfe ich in der Pflege bei der Abendbegleitung, der Duschbegleitung und beim Waschen. Zudem kläre ich organisatorische Dinge.

Andreas Degenhardt

Schildere einen typischen Tagesablauf!

Ein Spätdienst fängt um 13:00 Uhr an. Als erstes liest man sich das Übergabebuch durch, um eventuelle Aufgaben zu erledigen bevor die Bewohner um 16:00 Uhr vom Bus abgeholt werden. An manchen Tagen ist auch schon festgelegt was zu tun ist. Ab 16:00 Uhr werden bei genügend Personal auch Kino-, Schwimmbadbesuche oder Minigolf spielen angeboten. Der zurückgebliebene Rest der Bewohner trinkt erst mal Kaffee und hilft später auch bei der Essenszubereitung. Um 18:00 Uhr wird schließlich gegessen. Nach dem Essen räumt der an dem Tage zuständige Küchendienst den Tisch, mit Unterstützung eines Betreuers, auf. Meistens wird dann auch erst mal Pause gemacht. Währenddessen wird sich unter dem Team für die Abendpflege abgesprochen. Zum Abendprogramm gehören die Aufgaben Abendbegleitung, Dusch-/Badebegleitung und aber auch komplette Körperwaschung. Um 21:30 Uhr ist dann Feierabend.

Was war Dein schwierigstes Erlebnis in der Behindertenhilfe?

Als einer der behinderten Menschen einen epileptischen Anfall hatte. Doch dank guter Vorbereitung wusste man auch in einer Stresssituation was man machen sollte

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Ein schönes Erlebnis ist, wenn die Bewohner Geburtstag feiern, da dort dann immer eine große Party stattfindet.

Was hat Dir der Einsatz als FSJ-Helfer gebracht?

Mir hat er eine komplett andere Einsicht in das Berufsleben gebracht, als ich dachte. Ich war vorher schon skeptisch, aber nun bin ich sehr stolz darauf in der Behindertenhilfe zu arbeiten.

Welche Pläne hast Du nach dem FSJ?

Eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger oder zum Erzieher. Nebenbei möchte ich mein Fachabi machen und dann soziale Arbeit studieren.

Was würdest du anderen Jugendlichen raten, die gerne ein FSJ in der Behindertenhilfe machen würden?

Es ist eine supertolle Erfahrung und deshalb sollten sie mit voller Motivation daran gehen, da man Lebenserfahrung sammeln kann, aber auch im Gegenzug viel von den Bewohnern bekommt.

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