Ein Bericht aus der Seminarwoche HP9

28. April 2015    Allgemein    Kommentieren

Eine Freiwillige berichtet aus Ihrer Seminarwoche:

Mittwoch, 25.03.15
Heute bekamen wir Besuch von zwei Mitarbeiterinnen der Firma „Jäger Direkt“.
Die beiden Damen haben für uns einen Vortrag zum Thema „Kooperation zwischen Wirtschaft und sozialen Einrichtungen“ vorbereitet. Am Beispiel von Jäger Direkt haben wir gesehen, inwiefern ein Unternehmen mit sozialen Einrichtungen verknüpft ist und sich sozial engagieren kann. Der Vortrag war sehr informativ und anschließend konnten wir auch Fragen stellen. Manch eine/n von uns interessiert nun eventuell eine Ausbildung oder ein duales Studium bei Jäger Direkt.
Nach einem kurzen Break, haben wir unsere Jobtickets zur Organisation des Aufräumens neu verteilt. Zwei Teilnehmer hatten die Aufgabe sich darum zu kümmern. So haben sie uns alle unterschiedlich eingeteilt, „nach Eignung“.
Danach hatten wir noch Zeit uns den anonymen Fragen zur Homosexualität zu widmen und diese zu beantworten, da dieses Thema am Freitag von einer Kleingruppe eingebracht wird. Im Anschluss ging es in kleineren Gruppen mit der Bildreflektion los. Dazu bekam jeder ein Blatt auf dem verschiedene Männchen auf einer Brücke abgebildet waren. Wir sollten an unsere Teams in den Einsatzstellen denken und uns überlegen wer welche Rolle dort einnimmt. Wir sollten dann in der Gruppe besprechen, inwiefern wir die Rollen und Positionen unserer Mitarbeiter/Klienten/Chefs etc. als hilfreich oder hinderlich empfinden und ob es eventuell Lösungsvorschläge gibt.
Wieder im Seminarraum versammelt, lernten wir noch von unserer Teamerin etwas Interessantes zur Kennzeichnung von Systemen und dann ging es ab in die Mittagspause.
Den Nachmittag verbrachten wir beim schönen Wetter draußen. Eine Outdoor-Einheit stand an. Die Outdoor-Gruppe hatte sich verschiedene Gruppenspiele einfallen lassen, mal alle zusammen, mal zwei Gruppen gegeneinander. Danach gingen wir alle geschafft, aber glücklich nach Hause.

OutdoorEinheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 26.03.15
Diesen Tag fingen wir an mit einem lustigen und herausfordernden Spiel und guter Musik von unserer Co-Teamerin. Bei diesem Warm Up liefen wir um kleine Teppichstücke herum, die nach jeder Runde weniger wurden. Bei Musikstopp mussten sich alle schnell draufstellen. Wir wurden gelobt, weil wir diese Aufgabe super gemeistert haben.
Der heutige Tag stand unter dem Thema „Nähe und Distanz“. Wir konnten in praktischen Übungen innerhalb der Gruppe für uns selber herausfinden, wie viel Nähe und Distanz wir selbst zulassen. Dann setzten wir uns in einem Kreis und bekamen ein Blatt mit einem großen Männchen drauf. Nun sollten wir, je nachdem um wen es sich nacheinander handelte, die Stellen anmalen, an denen die vorgelesene Personengruppe uns berühren darf. In der anschließenden Diskussion wurde es nochmal spannend zu sehen, wie unterschiedlich unsere Grenzen diesbezüglich waren. Abschließend überlegten wir, was das thema mit unserem Einsatz als Freiwillige zu tun hat und ein professionelles Nähe-Distanz Arbeiten ausmacht.
Nach der Mittagspause freute sich jeder von uns auf den grandiosen Film „Ziemlich beste Freunde“. Nach einem kurzen Feedback zum Film, verließen wir alle gut gelaunt unseren Seminarraum :).
Freitag, 27.03.15
Am Freitagmorgen hat uns unsere Co-Teamerin mit einer ausgesprochen kniffligen Denksportaufgabe herausgefordert. So ziemlich niemand kam wirklich auf die Lösung, dabei musste man einfach nur „out of the box“ denken.
Das große Thema des Tages war die Homosexualität. Unsere anonymen Antworten die Woche über wurden von der Homosexualität-Gruppe ausgewertet und vorgetragen. Daraus entstand eine spannende Diskussionsrunde, in der auf einmal ganz viele von uns zu Wort kamen und freiwillig ihre private Meinung über die Dinge preisgaben. Wir waren so begeistert von und interessiert an diesem Thema, dass wir glatt eine halbe Stunde überzogen haben, als geplant war.
Danach ging die Kochgruppe für unser gemeinsames Mittagessen einkaufen und alle anderen wurden zur Interviewgruppe und machten sich auf den Weg in die Innenstadt. Wir untersuchten, ob die Hypothese „Menschen fürchten den Umgang mit Menschen mit Behinderung, da dieser ihnen fremd ist“ von den Fußgängern bestätigt oder widerlegt wurde. Unsere Ergebnisse verglichen wir am Mittagstisch, während wir leckere Tortilla Wraps aßen 🙂 Alle halfen der talentierten Kochgruppe beim Aufräumen. Danach versammelte sich die Gruppe im Seminarraum und wir ließen die Woche mit einer super schönen Aufgabe ausklingen. Jeder von uns klebte sich einen Zettel an den Rücken und wir sollten anschließend zu jedem von uns hingehen und etwas Nettes auf den Rücken schreiben. Es gab niemanden, der nicht selbstzufrieden gegrinst hätte, nach der Abnahme des Zettels vom Rücken 🙂

Gemeinsames Essen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29.03.15 Paulina Komosa (Freiwillige im FSJ 14-15)

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